Was ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EUV) ist die sinnvollste Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Leider benutzen viele Vermittler sie dazu, die BU-Versicherung als Absicherung besser dastehen zu lassen.

Sie sagen, die private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet bereits, wenn du DEINEN Beruf nicht mehr ausüben kannst, während die EUV erst zahlt, wenn du am allgemeinen Arbeitsmarkt kein Einkommen mehr erzielen kannst. Das stimmt auch. Es ist aber nicht so schlimm, wie es sich anhört.

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Denn wenn ich in meinem Job nicht mehr arbeiten kann, bekomme ich für 42 Tage mein Gehalt weiterbezahlt. Danach bekomme ich Krankengeld. Nach allen Abzügen bleiben mir da etwa 75% von meinem letzten Gehalt übrig. Das sollte für die wenigsten ein existenzielles Problem darstellen. Wenn es doch ein Problem ist, solltest du deine Ausgaben mal überprüfen. Diese Lücke ließe sich aber auch günstig über ein Krankentagegeld als Ergänzung des staatlichen Krankengeldes schließen.

Gehalt – Netto

2.000 Euro

Lohnfortzahlung 42 Tage

2.000 Euro

Krankengeld – Netto

1.580 Euro

Monatliche Lücke

420 Euro

Wenn du in deinem Job nicht mehr arbeiten kannst (vielleicht weil du kein Auto mehr fahren kannst), aber in einem anderen Job arbeiten könntest, dann könntest du umschulen. In der Zeit der Umschulung zahlt dir die Agentur für Arbeit ca. 75% deines letzten Einkommens. Das sollte reichen. Wenn nicht, darf dir dein neuer Arbeitgeber bis zu 450 Euro dazuzahlen.

Erst wenn du überhaupt nicht mehr arbeiten kannst, bekommst du ein großes Problem. Du fällst in die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Dann bekommst du, wenn du keine drei Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kannst, ungefähr 34% deines letzten Gehalts.
 
Das ist für so gut wie jeden zu wenig.

Die EUV kann dir hier helfen. Sie zahlt dir Geld, wenn du keine drei Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kannst. Also, die guten EU-Versicherungen machen das. Es gibt hier aber auch noch ein paar Ausreißer, die erst leisten, wenn du keine 2 Std. mehr am Tag oder auch 7 Std. in der Woche arbeiten kannst. Deswegen ist bei der EUV eine kompetente Beratung noch wichtiger.

Denn die Tarife unterscheiden sich stärker als bei der BUV. Und es geht hier definitiv um die Existenzabsicherung. Auch bei einer guten EUV. Bei einer guten BUV geht es, je nach ermittelten Bedarf, um die Absicherung des Lebensstandards. Selbst die schlechtesten BU-Versicherungen sichern deine Existenz noch einigermaßen passabel ab. Eine schlechte EU-Versicherung kann als Absicherung deine Existenz gefährden.

Aber die EU-Versicherung ist ein kalkulierbares Risiko. Ich bekomme zwar erst später mein Geld, weil ich umschulen müsste, wenn ich noch in einem anderen Job drei Stunden arbeiten könnte. Dafür spare ich am Beitrag. Denn für die allermeisten Berufsgruppen ist die EUV deutlich günstiger als die BUV.

Versicherungsschutz

BU-Versicherung 85 %
EU-Versicherung 75 %
(Zahlen von Franke & Bornberg)

Dabei sind auch hier psychische Erkrankungen fast genauso gut abgesichert wie bei der BUV. Denn die meisten psychischen Erkrankungen beeinträchtigen meinen privaten und beruflichen Alltag gleichermaßen. Da spielt es keine Rolle, ob ich nun außerstande bin, körperlich oder geistig zu arbeiten.

Wenn ich also plane, meine Arbeitskraft abzusichern, sollte ich mir immer auch die private EUV ausführlich und ohne Vorurteile erklären lassen.

Mit Philip Wenzel arbeitet bei uns wahrscheinlich der größte Experte Deutschlands zu dieser Absicherung. Nutze diese Möglichkeit und vereinbare am besten gleich einen Termin!

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Ist es leichter, bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung einen Vertrag zu bekommen?

Es ist oft leichter, bei der EU-Versicherung als bei der BU-Versicherung einen Vertrag zu bekommen. Aber nicht immer. War recht klar. Könnte ja auch mal einfach sein…

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Also, grundsätzlich sind in beiden Produkten die gleichen Auslöser versichert. Ich erhalte mein Geld, wenn wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls ich nicht mehr arbeiten kann. Also kann jede Krankheit, die es gibt, dazu führen, dass die EUV zahlen muss. Deswegen prüft die EUV auch auf alle Erkrankungen. Auch psychische.

Berufsunfähigkeitsversicherungen

Psyche 100 %

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

Psyche 100 %

Aber bei der Berufsunfähigkeitsversicherung spielt mein Beruf eine Rolle und bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung der allgemeine Arbeitsmarkt.

Deswegen ist schon eine leichte Vorerkrankung der Knie bei einem Fliesenleger ein Problem, wenn er sich gegen Berufsunfähigkeit versichern möchte. Für die EUV ist es ein kleineres oder gar kein Problem. Denn ich muss ja am allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr arbeiten können. Und im Büro ist es ziemlich egal, ob ich ein Knie habe oder nicht.

Bei psychischen Erkrankungen ist es eher egal. Hier prüft die BUV genauso streng wie die EUV. Das ist auch logisch. Denn es gibt so gut wie keine psychische Erkrankung, die sich auf verschiedene Berufe anders auswirkt. Depressionen sind am häufigsten. Und wenn ich depressiv bin, dann ist es egal, auf welchen Job ich mich nicht konzentrieren kann.

Ausnahmen gibt es selbstverständlich. Eine Höhenangst ist für einen Dachdecker schlimmer als für den Straßenkehrer. Aber da psychische Erkrankungen auch oft einander auslösen, wäre wohl jede Gesellschaft auch in diesem Fall vorsichtig.

Bei körperlichen Vorerkrankungen ist es also eher leichter, eine bessere Annahme in der EUV zu erreichen als bei psychischen Erkrankungen. Es kommt aber immer auf den eigenen Job und die schwere der Einschränkung an.

Am besten ist es so oder so, wenn ein spezialisierter Vermittler eine anonyme Voranfrage durchführt, um das beste Ergebnis zu erzielen. Denn oft schwanken die Ergebnisse auch innerhalb der Berufsunfähigkeitsversicherung von einer Ablehnung bis hin zu einer glatten Annahme.

Und je besser der Vermittler die Gesundheitsdaten vorbereitet, desto besser ist auch das Ergebnis. Unser Vermittler Philip Wenzel hat mal eine Kundin versichert, die auf über 100 Seiten verschiedene Krankheiten in der Akte stehen hatte.

Sowas klappt nicht immer. Aber wenn ich weiß, wie es geht, habe ich die Chance, weniger Beitrag für einen besseren Schutz zu zahlen. Wir bieten dir mit der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung Beratung den richtigen Service. Und wenn es mit der BUV aus einen Grund nicht klappen sollte, so haben wir neben der EUV noch andere Alternativen im Angebot.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Erwerbsunfähigkeit und einer Berufsunfähigkeit?

Der Unterschied zwischen erwerbsunfähigkeit und berufsunfähigkeit ist mal kleiner und mal größer. Das liegt daran, dass die BUV meinen Job versichert und die EUV den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Und da mein Beruf Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes ist, kommt es eben darauf an, welcher Teil davon mein Job ist.

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Wir holen aber lieber etwas weiter aus.

Berufsunfähigkeit ist vorhanden, wenn ich wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls außerstande bin, meinen Beruf, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, zu mehr als der Hälfte auszuüben. Es geht also nicht darum, ob ich Bäcker bin, wenn ich berufsunfähig werde.

Es geht darum, welche Tätigkeiten im Einzelnen ich ausgeübt habe. Der eine ist Bäcker, wenn er vom Großhandel die tiefgefrorenen Brötchen in den Ofen schiebt, der andere knetet jeden Morgen ab 3 Uhr morgens den Sauerteig, der seit 12 Generationen in Familienbesitz ist.
erwerbsunfähigkeitsversicherung
Der zweite ist mit einer Mehlstauballergie berufsunfähig, der andere hat mit Mehl keinen Kontakt, weshalb er eher nicht BU ist. Es kommt also auf die Tätigkeiten an. Nicht auf den Beruf. Das Krasse an der BUV ist, dass sie dann zahlt, wenn ich meinen Job nicht mehr so ausüben kann, wie vorher. Die Versicherungsgesellschaft darf nicht verlangen, dass ich meinen Beruf ändere. Gut, bei Selbständigen darf die Gesellschaft die Umorganisation prüfen. Wenn ich meine Tätigkeit sinnvoll verändern kann, um wieder arbeiten zu können, muss ich das tun.

Aber bei Angestellten muss der Versicherer zahlen. Und er kann nicht verlangen, dass ich was anderes arbeite. Selbst wenn ich es könnte.

Bei der EUV ist es egal, was ich vorher gearbeitet habe. Die EU-Versicherung zahlt Leistungen aus meinem Vertrag, wenn ich wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls außerstande bin, am allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als 3 Stunden zu arbeiten.

Das ist deswegen doof, weil der Versicherer sich immer den Beruf suchen kann, der mit meiner Krankheit noch möglich wäre. Sind die Knie kaputt, geht noch was im Büro. Kann ich nicht im Büro arbeiten, geht vielleicht noch was im Call-Center. Da ist so einiges möglich.

Aber für alle, die Teilzeit arbeiten, kann die versicherte EUV wieder von Vorteil sein. Denn wer nur 4 Std. am Tag arbeitet, muss nur noch 2 Std. arbeiten können, um berufsunfähig zu sein. Weil ich ja immer die 50% erreichen muss. Erwerbsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn ich keine 3 Std. mehr arbeiten kann.

Teilzeitarbeit

Berufsfähig 4 Stunden
Berufsunfähig 2 Stunden

Auch für Selbständige ist es vielleicht sogar leichter, erwerbsunfähig zu sein. Denn bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann ich mich der Versicherer nicht umorganisieren. Und bei einer Umorganisation kann der neue Arbeitsplatz auch behindertengerecht eingerichtet sein. Behindertengerechte Arbeitsplätze gehören aber nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Deshalb kann mich die Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht darauf verweisen.

Der Unterschied zwischen berufsunfähig und erwerbsunfähig hängt also von meinem Job ab. Und ob ich Vollzeit arbeite. Er ist also umso größer, je körperlicher der ausgeübte Job ist und je länger ich arbeite. Wenn ich Akademiker mit Bürojob bin, dann gibt es kaum noch einen Beruf am allgemeinen Arbeitsmarkt, auf den mich der Versicherer verweisen könnte, wenn ich krank oder verletzt bin. Wenn ich berufsunfähig bin, liegt auch eine Erwerbsunfähigkeit vor. Sofern die Einschränkung nicht genau zwischen 3-4 Stunden am Tag liegt…

Unterschied der Leistungen von Erwerbsunfähigkeitsversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung

Der Unterschied der Leistungen von EU-Versicherung und BU-Versicherung ist nicht sehr groß. Beide leisten die vereinbarte Rente, wenn ich erwerbsunfähig oder eben berufsunfähig bin. Im Detail gibt es beim Versicherungsschutz aber schon ein paar Unterschiede.

Zunächst mal ist der Leistungsantrag unterschiedlich. In der BU-Versicherung ist die Tätigkeitsbeschreibung der Mittelpunkt des Ganzen. Da ich dann BU bin, wenn ich außerstande bin, genau die Tätigkeit zu mehr als der Hälfte auszuüben, die meinen Arbeitsalltag in gesunden Tagen bestimmt haben, ist es logischerweise wichtig, zu wissen, was das für Tätigkeiten waren.

Wenn ich der Versicherungsgesellschaft nicht aufzeigen kann, was ich genau gemacht habe, wird es schwierig, Geld zu bekommen.

Bei der EUV ist das egal. Es geht darum, am allgemeinen Arbeitsmarkt keine 3 Stunden mehr arbeiten zu können. Zum allgemeinen Arbeitsmarkt gehören alle Ausbildungsberufe und alles, was kein Schon- Nischen- oder behindertengerechter Arbeitsplatz ist. Die Behindertenwerkstatt fällt also raus.

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Schwieriger ist es z.B. bei Berufen wie dem Pförtner. Dieser dient oft als Beispiel, um das berühmte Bild vom Kopf unterm Arm herauf zu beschwören. Der Pförtner ist bei größeren Firmen aber häufig intern besetzt, um Mitarbeiter vor der Frühverrentung zu bewahren. Dann wäre es ein Schon- oder Nischenarbeitsplatz. In größeren Städten ist der Pförtner aber als Beruf ausgeschrieben, um den ich mich bewerben könnte.

Dann ist er eher schon dem allgemeinen Arbeitsmarkt zuzurechnen. Wichtig ist zu wissen, dass es völlig egal ist, ob es in dem Job noch freie Stellen gibt. Es muss nur ein Job sein, der dem allgemeinen Arbeitsmarkt zuzurechnen ist.

Ebenso diskutabel ist es, ob Selbständige dem allgemeinen Arbeitsmarkt zuzurechnen sind. Grundsätzlich ist das so. Hier können die Grenzen aber ebenso fließend sein. Ein Geschäftsführer gehört dazu. Der Geschäftsinhaber aber wohl eher nicht. Denn er verdient sein Geld durch den Besitz, nicht durch einen Job.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die sogenannte Umorganisation. In der Berufsunfähigkeitsversicherung darf der Versicherer prüfen, ob ein Selbständiger sein Aufgabenfeld so gestalten könnte, dass er doch wieder arbeiten könnte. In diesem Rahmen darf die Umorganisation auch Maßnahmen fordern wie einen behindertengerechten Arbeitsplatz.
Sofern das wirtschaftlich sinnvoll ist, wäre der Selbständige dann nicht mehr berufsunfähig.

Da ich am allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr arbeiten können muss, um erwerbsunfähig zu sein, ist Umorganisation kein Thema. Die Leistungsprüfung ist aber nicht unbedingt einfacher in der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Da der Versicherer jeden denkbaren Beruf heranziehen und dabei meinen Gesundheitszustand berücksichtigen kann, kann es auch hier zu Streitereien kommen. Deswegen ist es auch hier so wichtig, im Leistungsfall von Experten begleitet zu werden.

Was auch ein interessanter Gedanke ist: Die EUV lässt sich viel sinnvoller mit dem Krankentagegeld kombinieren als die private BUV. Das hat zwei Gründe. Zum einen leistet die BUV früher als die EUV.

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Da sie immer und immer wieder verbessert wurde, ist die Schnittmenge zum Krankentagegeld, das schon bei Krankschreibung leistet, immer größer geworden. Und es ist einfach nicht sinnvoll, zwei Mal zu zahlen, wenn ich dann nur einmal Leistung bekomme.

Das ist zwar eigentlich nicht möglich, weil sowohl das KTG als auch die BUV eine Summenversicherung sind. Aber in den Musterbedingungen zum Krankentagegeld steht dummerweise, dass die KTG-Versicherung endet, wenn Berufsunfähigkeit vorliegt. Und das ist der zweite Grund. Wenn die Versicherungsgesellschaft rückwirkend die Berufsunfähigkeit anerkennt, muss ich das Krankentagegeld, das ich für diese Zeit bekommen habe, zurückzahlen.

Von erwerbsunfähigkeit steht nix in den Musterbedingungen. Aber auch so ist die Kombination aus einem Schutz, der vorübergehend und schnell leistet und einer Absicherung, die erst leistet, wenn nix mehr geht, dafür aber länger, sehr sinnvoll und auch vor allem für körperlich arbeitenden Menschen viel günstiger.

Unterm Strich liegt der Unterschied der Leistungen von Erwerbsunfähigkeitsversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung im Detail. Grundsätzlich zahlen beide eine vereinbarte Rente für einen vereinbarten Zeitraum.

Wo liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und der privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Die wesentlichen Unterschiede zwischen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und der privaten EUV sind drei Dinge.

Zunächst mal gibt es eine halbe und eine volle Erwerbsminderung. Halb erwerbsgemindert bin ich, wenn ich keine 3-6 Std. mehr täglich am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Voll erwerbsgemindert bin ich, wenn ich keine 3 Std. mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann.

Wie in der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Eine halbe Erwerbsunfähigkeit gibt es nicht. Die MetallRente hat aber ein Produkt, dass die halbe Erwerbsminderung berücksichtigt. Wie auch vom Staat gibt es dann die halbe vereinbarte Rente.

Was die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung dann folgerichtig auch nicht hat, ist der verschlossene Arbeitsmarkt. Grundsätzlich ist es für die Deutsche Rentenversicherung vollkommen schnurz, ob es in dem Beruf, den du ausüben könntest, freie Stellen gibt oder nicht. Wichtig ist, dass es den Job überhaupt am allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.

Volle Rente wegen Erwerbsminderung

weniger als 3 Stunden

Halbe Rente wegen Erwerbsminderung

3-6 Stunden

Wenn ich aber die halbe Erwerbsminderungsrente beziehe, weil ich keine 3-6 Std. am Tag arbeiten kann und keinen Job bekomme, spricht man vom verschlossenen Arbeitsmarkt. Ist der Arbeitsmarkt für ein Jahr verschlossen, erhalte ich von da an die volle Erwerbsminderungsrente. Das ist ziemlich cool.

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Und es führt zu dem wunderbaren Paradox, dass etwa 90% aller Neuanträge auf Erwerbsminderung wegen halber EMR bewilligt werden, aber im Bestand über 90% aller Renten wegen voller Erwerbsminderung bezahlt werden. Darüber sind schon einige Halbwissende verzweifelt.

Der dritte Unterschied ist aber ein Vorteil für die EUV. Denn die staatliche Erwerbsminderungsrente berechnet sich ganz genau so wie die Altersrente. Nur werden mir bis zu 10,8 Prozent abgezogen. 0,3% für jeden Monat, den ich vor Erreichen der Regelaltersgrenze EMI geworden bin. In der Regel sind es also 10,8 Prozent. Das führt dazu, dass ich etwa 34% meines Einkommens als volle EMR-Rente beziehe. Die Hälfte bei der halben Erwerbsminderung. Ist klar, oder?

Die Erwerbsunfähigkeitsrente kann ich bis zu 60% vom Brutto abschließen. Zusammen mit der vollen Erwerbsminderungsrente komme ich da sogar über mein vorheriges Netto. Das ist dann auch wieder cool.

Das ist übrigens auch sonst ein Pluspunkt der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Im Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung kann ich hier die Leistung aus der staatlichen Erwerbsminderungsrente so gut wie sicher einplanen. Denn die Leistungsauslöser sind sehr, sehr ähnlich. Bis auf drei Unterschiede.
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Sind die Beiträge einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung geringer als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Einen Experten erkennt man bisweilen daran, dass er nie eine klare Antwort geben kann. Das maximale Eingeständnis ist ein „Ja, aber…“. Auch bei Frage, ob die Beiträge einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung geringer sind als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung, müssen wir so antworten. Ja, aber nicht immer. Aber immerhin ist die EU-Versicherung in allen Fällen günstiger, in denen eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer wäre.
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Sie ist bei Akademikern, also da, wo der Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung am geringsten ist, sogar teurer als die BUV. Das hat kalkulatorische Gründe. Versicherungsgesellschaften möchten ja am liebsten Beton unter Wasser gegen Feuer versichern. Also ein Risiko, dass am besten unmöglich eintreten kann. Deswegen versichern sie lieber Kfz, die in der Garage stehen. Und um diese Kunden anzulocken, machen die Gesellschaften den Beitrag für ein Kfz mit Abstellung in der Garage günstiger.

So ist das auch in der BU-Versicherung. Manche Erkrankungen sind einfach nicht so anfällig für körperliche Einschränkungen. Und das hat nix damit zu tun, dass der eine Job gefährlicher wäre als der andere. Es geht eher darum, wie anspruchsvoll ein Job körperlich ist. Ein Uhrmacher kann schon nicht mehr arbeiten, wenn er auch nur leicht zittert. Deshalb wäre er teurer zu versichern, als der Büroangestellte, der „nur“ die Tastatur bedienen können muss.

Deshalb versuchen Versicherungsgesellschaften die risikoarmen Berufe durch günstige Prämien anzulocken. Dafür bilden sie sogenannte Berufsgruppen. Als erstes gab es den „normalen“ Job, den körperlich Tätigen und den körperlich schwer Tätigen. Dann hat der erste zwischen Akademiker und Bürokaufleuten unterschieden. Und der nächste bewertete Führungspersonal positiv. Heute haben wir zwischen 8-24 verschiedene Berufsgruppen in der BUV.

In der Erwerbsunfähigkeitsversicherung sind es zwischen 1-4. Da sich in der besten Berufsgruppe der EUV auch solche Berufe finden, die in der BUV eher in der Berufsgruppe 2- zu finden sind, ist es logisch, dass die Berufsgruppe 1+++ in der BU-Versicherung eben günstiger sein kann als in der EU-Versicherung.

Diese Berufsgruppen können sich aber in der Regel auch den umfangreichen Schutz leisten. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist zwar auch hier bedarfsgerechter.
 
Aber wenn Luxus billiger ist, darf man sich auch mal gönnen.

Für alle, die sich den Luxus nicht leisten könnten, sind Monatsbeiträge einer EUV geringer als bei einer BUV. Wer so hart auf Kante finanziert ist, dass er schon bei kurzfristigem Einkommensausfall Geld benötigt, kann ja ein Krankentagegeld zusätzlich abschließen. Den Abschluss einer Krankentagegeldversicherung kannst du ebenfalls auf Worksurance vornehmen. Bei Fragen stehen wir dir zur Verfügung.

Gibt es einen aktuellen Erwerbsunfähigkeitsversicherung Vergleich oder Test?

Aktuelle Erwerbsunfähigkeitsversicherung Tests sind relativ selten. Im Gegensatz zur BUV wird die EUV nicht sehr häufig in der Presse erwähnt. Das ist deshalb nicht so einfach nachzuvollziehen, da die EU-Versicherung als derweil beste Alternative zur BU-Versicherung gilt.

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Das Unternehmen „Institut für Vorsorge und Finanzplanung“ hat im Jahre 2020 die Tarife mit ihren Leistungen von 15 Versicherungen bewertet. In die Gesamtbewertung des Unternehmens flossen die Unternehmensqualität, Kosten-Leistung, Flexibilität, Transparenz und Service ein.

Den Anspruch, daß eine Versicherung Ihren Tarif „Exzellent“ nennen darf, haben folgende Erwerbsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich erfüllt.

Versicherer Tarife
AXA Lebensversicherung AG Selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung
Continentale PremiumEU
Dialog AG SEU-Protect
Europa AG EU-Vorsorge Premium
Hannoversche AG Erwerbsunfähigkeits-Versicherung
Swiss Life AG MetallRente.EMI Komfort-Schutz
Zurich Erwerbsunfähigkeits-Schutzbrief

Gibt es eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Das ist auch logisch. Denn die Gesundheit ist ein wesentlicher Faktor bei der Beitragsbildung. Je mehr kranke Menschen in einem Tarif versichert sind, um so öfter muss der Versicherer zahlen. Wenn der Versicherer dann nicht Pleite gehen will, muss er halt sehr hohe Beiträge verlangen.
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Vereinfachte Gesundheitsfragen sind aber schon möglich. Und zwar immer dann, wenn eine möglichst große Gruppe von Menschen den gleichen Tarif abschließt. Das kann z.B. eine ganze Firma sein oder eine Gewerkschaft. Tatsächlich wollen Firmen oder Gewerkschaften aber lieber eine Lösung mit einer BUV.

Aber es sind auch Lösungen für größere Kollektive mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung (fast) ohne Gesundheitsprüfung möglich.
Meistens verlangt der Versicherer dann eine sogenannte Dienstobliegenheitserklärung.

Das bedeutet, der Arbeitgeber bestätigt, dass ich z.B. in den letzten 2 Jahren keine 14 Tage krankgeschrieben war. Damit kann der Versicherer die schlimmsten Fälle aussortieren. Aber viele Menschen, die sonst nicht oder nur schwierig versicherbar gewesen wären, können so eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Ich muss aber immer noch aufpassen. Wenn ich so krank bin, dass ich höchstwahrscheinlich während der Vertragslaufzeit erwerbsunfähig werde, bin ich nicht versicherbar. Auch wenn die Gesellschaft nicht danach fragt. Das hat mit der spontanen Anzeigepflicht nix zu tun. Aber ein Vertrag kommt nur dann gültig zustande, wenn keiner der beiden Vertragsparteien davon weiß, dass sich das Risiko auch tatsächlich verwirklicht.

Zeitlich begrenzt gibt es Ausnahmen, beispielsweise für Häuslebauer. Oder Erweiterungsoptionen für alle, die erst kürzlich einen Vertrag mit Gesundheitsprüfung abgeschlossen haben. Aber auch hier findet sich mehr für die private BU-Versicherung. Es gibt einfach nicht so viele Anbieter einer vernünftigen Rente wegen einer eingetretenen Erwerbsunfähigkeit.

Fazit: Wann kann man eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung als sinnvoll bezeichnen?

Man kann eine private EU-Versicherung immer dann als sinnvoll bezeichnen, wenn sie zu meinem Bedarf passt und keine Wünsche mehr offen lässt.

Da die EUV erst leistet, wenn ich am allgemeinen Arbeitsmarkt kein Geld mehr verdienen kann, wäre es gut, wenn ich über Rücklagen verfügen würde, um den Zeitraum einer Umschulung oder den Zeitraum bis zur Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung über meine Erwerbsminderungsrente zu überbrücken. Oder ich kann in der Zeit vom Krankengeld oder den Leistungen der Bundesagentur für Arbeit leben. Das geht auch, wenn ich meine Ausgaben unter Kontrolle habe.
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Für alle, die ihre Baufinanzierung auf Kante genäht haben oder einfach schon früher finanzielle Unterstützung brauchen, sollte ich die EUV um ein Krankentagegeld ergänzen. Das zahlt dann schon, sobald die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach 42 Tagen endet. Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung ist wesentlich geringer als dein Arbeitseinkommen.

Gehalt – Netto

2.500 Euro

Krankengeld (Gesetzliche Krankenversicherung)

1.979 Euro

Monatliche Lücke

521 Euro

Als einzigen Nachweis, muss ich eine fortlaufende Krankschreibung einreichen. Da es auch hier nicht so viele Berufsgruppen gibt wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist diese Kombination für handwerkliche Berufe auch deutlich günstiger.

Ansonsten ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung immer die erste Wahl, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht geht. Warum? Weil ALLE Krankheiten und Körperverletzungen versichert sind. Auch psychische Erkrankungen. Und die machen ja den größten Teil aller Fehltage aus.

Erst wenn die EUV aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen nicht machbar ist, sollten wir über andere Lösungen, wie die Grundfähigkeitsversicherung nachdenken. Nach Erhalt deiner Police stehen wir selbstverständlich weiterhin zur Verfügung, falls du Fragen zum Vertrag hast.

Natürlich halten wir die anderen Produkte aus der Welt der Biometrie im Angebot. Auf dieser Website findest du jede vernünftige Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Du kannst jederzeit Informationen über die Risikolebensversicherung, gesetzliche und private Krankenversicherung, private Unfallversicherung, Rentenversicherung mit einer Berufszusatzversicherung, Risikolebensversicherung oder Sterbegeldversicherung aus unserem Haus anfordern. Aktuelle News aus dem Bereich der Arbeitskraftabsicherung findest auf Facebook oder in unserem Berufsunfähigkeitsversicherung Blog.

Über den Autor: Philip Wenzel ist ein bundesweit anerkannter Experte für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Er ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen, Versicherungsmakler und Autor eines Fachbuches über die BU-Versicherung. Außerdem schreibt er für diverse Fachmagazine und ist als Speaker bei Versicherungen und Fachtagungen tätig.