Gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung für LKW Fahrer und Berufskraftfahrer?

Selbstverständlich gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung für LKW Fahrer und Berufskraftfahrer. Die gibt es für fast jeden Beruf.

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Das Problem, das wir momentan in der BU-Versicherung erleben, ist aber, dass sich gerade die Berufe, die eine Versicherung bräuchten, sich den Schutz nicht leisten können.

Denn die Versicherungsgesellschaft kalkuliert den Beitrag so, dass der mehr zahlen muss, der auch wahrscheinlicher berufsunfähig wird. Das mag mathematisch korrekt sein, aber es ist nicht besonders gerecht.

Deswegen gibt es jetzt neue Lösungen für bestimmte Berufsgruppen, wie für die Berufskraftfahrer. Die Nürnberger Versicherung hat hier einen neuen Tarif entwickelt, der ganz einfach funktioniert. Wenn ich meine Fahrlizenz der Klasse C oder D verliere, bekomme ich die vereinbarte Rente.

Ich muss also nicht wie bei der normalen Berufsunfähigkeitsversicherung nachweisen, dass ich aufgrund einer Krankheit oder einer Körperverletzung meinen Beruf nur noch zu 50 Prozent ausüben kann.
 
Ich muss nur nachweisen, dass ich die Fahrlizenz verloren habe.

Denn diese Berufsunfähigkeitsversicherung ist eigentlich eine Grundfähigkeitsversicherung. Sie leistet dann, wenn ich eine Grundfähigkeit verloren habe. Was diese Grundfähigkeiten sind, steht in den Bedingungen. Und bei der Nürnberger Versicherung kann ich einen Baustein dazu wählen, der eben dann leistet, wenn ich die Fahrlizenz C oder D verloren habe.

Wichtig ist, dass ich die Fahrlizenz nicht wegen einer psychischen Erkrankung, Alkohol- oder Drogenmissbrauchs verloren habe.

Wann liegt eine Berufsunfähigkeit bei einem LKW Fahrer vor?

Berufsunfähigkeit liegt bei einem LKW Fahrer vor, wenn er seinen Beruf, so wie er ihn zuletzt in gesunden Tagen ausgeübt hat, wegen Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall für 6 Monate oder länger nur noch zu 50% ausüben kann.

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Das klingt schon mal recht kompliziert. Und es wird sogar noch komplizierter. Aber einfach gesagt bin ich dann berufsunfähig, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte arbeiten kann.

Die Hälfte muss ich einmal zeitlich betrachten und einmal im Arbeitsergebnis betrachten. Zeitlich ist einfach. Wenn ich vorher 8 Stunden am Tag gearbeitet hab und jetzt nur noch 4 Stunden schaffe, bin ich berufsunfähig.

Im Arbeitsergebnis sind die 50% schwierig zu definieren. Da gibt es meistens nur ganz oder gar nicht. Aber mal angenommen, ich fahre jeden Tag 6 Stunden LKW und lade 2 Stunden ein und aus. Kann ich nicht mehr ein- und ausladen, hab ich zeitlich noch lange nicht die Hälfte erreicht.

Im Arbeitsergebnis bin ich aber bei 0%. Wieso sollte ich einen leeren LKW von A nach B fahren? Das ist sinnlos. Und weil das alles nicht schon kompliziert genug ist, muss ich dem Versicherer meinen Arbeitsalltag beschreiben, damit er sehen kann, was ich so mache, was wichtige Tätigkeiten sind und welche davon ich wegen der Krankheit usw. nicht mehr ausüben kann.

Diese Tätigkeitsbeschreibung soll zeigen, wie was ich an einem durchschnittlichen Tag so mache. Das heißt, ich muss mir überlegen, wie viel am Tag ich be- und entlade, selbst wenn ich 3 Tage unterwegs bin, bevor ich wieder entlade.
Ein Bauer müsste an einem Tag säen und ernten, um einen durchschnittlichen Arbeitstag zu konstruieren.

Eine Tätigkeitsbeschreibung könnte also z.B. so aussehen, dass ich täglich 6 Stunden im Sitzen arbeite, davon 2 Stunden unter erhöhter Konzentration, weil der Verkehr oder die Witterung so schlimm sind, 1 Stunde be- und entlade ich, eine halbe Stunde ist Papierkram und eine halbe Stunde sind leichte Reparaturen am LKW.

Um mein Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, muss ich der Versicherung klar machen, dass ich wegen einer Krankheit nur noch die Hälfte von den Tätigkeiten schaffe. Die Krankheit muss ein Arzt nachweisen.

Ob ich krank bin oder nicht, ist so gut wie nie der Streitpunkt. Aber ob ich deswegen zu 40% oder zu 50% eingeschränkt bin… Darüber kann die Versicherungsgesellschaft schon auch mal anders denken als ich.

Und da alles so verdammt kompliziert ist, ist es wichtig, dass mich ein Experte unterstützt. Wenn ich da keinen kenne, muss ich mir einen Anwalt holen. Aber wer hier auf der Seite ist, kennt ja schon mal einen Experten.

Damit es einfacher geht, hat die Nürnberger Versicherung als einziger Versicherer am Markt eine Art „Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufskraftfahrer“ erschaffen.

Bietet die „Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufskraftfahrer“ der Nürnberger Versicherung eine Besonderheit?

Die „Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufskraftfahrer“ der Nürnberger Versicherung ist eigentlich eine Grundfähigkeitsversicherung. Das bedeutet, die Versicherung zahlt mir meine Rente, wenn ich eine Grundfähigkeit verloren habe. Was eine Grundfähigkeit ist, steht in den Bedingungen.

Und in den Bedingungen steht auch, dass ich dann Geld bekomme, wenn ich meine Fahrlizenz der Klasse C oder D aus gesundheitlichen Gründen abgeben muss. Alkohol- und Drogensucht und alle psychischen Erkrankungen sind nicht versichert. Es muss also eine körperliche Erkrankung oder ein Unfall sein.

Über einen Baustein kann ich die psychischen Erkrankungen wieder einschließen.Die große Besonderheit an der Grundfähigkeitsversicherung der Nürnberger Versicherung erkenne ich im Leistungsfall. Ich muss keine Tätigkeitsbeschreibung erstellen und ich muss nicht großartig nachweisen, dass ich wegen der Krankheit soundso viel Prozent nicht mehr ausüben kann.

Es reicht vollkommen aus, wenn ich nachweisen kann, dass ich wegen einer Krankheit meine Fahrlizenz verloren habe. Ist das der Fall, kann der Versicherer sich auf den Kopf stellen. Es wird nix helfen. Er muss leisten.

Die Grundfähigkeitsversicherung der Nürnberger leistet also deutlich einfacher als eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung. Außerdem ist sie viel günstiger. Aber dazu unten mehr.

Auf welche Leistungen sollten Berufskraftfahrer bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Wenn ich mir tatsächlich eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung leisten möchte, muss ich darauf achten, dass ich gut angenommen werde. Die Gesundheitsprüfung ist bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel strenger als bei einer Grundfähigkeitsversicherung.

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Wenn ich bei der BU-Versicherung also einen Ausschluss für meinen Rücken oder psychische Erkrankungen erhalte, sollte ich sowieso prüfen, ob ich nicht bei einem anderen Produkt besser angenommen werde.

Die Gesundheitsprüfung ist also das wichtigste. Jeder Ausschluss oder Zuschlag ist erstmal doof. Das sollte ich vermeiden. Wir von Worksurance können für dich eine anonyme Voranfrage stellen, um herauszufinden, ob und wie du überhaupt versicherbar bist.

Danach kommen die Bedingungen. Hier wird am Markt viel Unsinn erzählt, was wichtig ist und was nicht. Wenn dein Vermittler aber einigermaßen kompetent ist, dann können die Bedingungen schon gar nicht mehr so schlecht sein, dass du im Leistungsfall deswegen ein Problem haben könntest. Denn an sich sind die Bedingungen heutzutage bei fast allen Versicherern sehr gut. Wenn ein Versicherer im Leistungsfall sich blöd stellen will, dann macht er das auch so.

Ein guter Vermittler sagt dem Versicherer dann aber, warum er eben doch leisten muss.

Bei den Bedingungen ist wichtig, dass der Prognosezeitraum nach 6 Monaten erfüllt ist, es keine Meldefristen gibt, durch die ich meinen Anspruch auf Teile der Leistung verlieren könnte und dass der Versicherer mich nicht auf ausgedachte Berufe verweisen kann.

Das haben aber so gut wie alle Tarife gut geregelt. Im Detail gibt es viele Kleinigkeiten, die mal mehr und mal weniger wichtig sein können.

Worauf Berufskraftfahrer bei der Berufsunfähigkeitsversicherer immer achten sollten, ist der Preis. Und damit meinen wir nicht, dass ich den billigsten Tarif wählen sollte. Damit meinen wir, dass es verdächtig ist, wenn ein Anbieter in der BU-Versicherung viel günstiger ist als andere.

Es gibt nämlich sehr günstige Tarife, die erst bei 75% Berufsunfähigkeit leisten statt bei 50%. Andere zahlen nur bei Unfällen die volle Höhe der Rente und wieder andere können mir eben sagen, dass ich einen anderen Beruf nehmen könnte.

Wichtig ist also zunächst, wie ich die Gesundheitsfragen beantworten kann, dann was in den Bedingungen steht und am Ende eben auch noch der Preis. Wenn ich aber beim richtigen Vermittler bin, macht der das alles für mich.

In welcher Höhe sollten berufliche Kraftfahrer eine monatliche Rente abschließen?

Bei der Höhe gilt für Berufskraftfahrer das Gleiche wie für alle anderen: Ich muss meine Ausgaben in der richtigen Höhe und für die richtige Dauer absichern.

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Wenn ich z.B. monatlich 750 Euro für meine Kinder ausgebe und 750 Euro für die Finanzierung, dann muss ich jetzt 1.500 Euro absichern. Wenn die Kinder aber in 20 Jahren selbst Geld verdienen, muss ich das nicht unbedingt bis zu meiner Rente absichern.

Und eine Versicherung bis 67 kostet etwa das Doppelte einer BU-Rente bis 60. Da kann ich also gut Geld sparen.

Klar ist aber auch, dass ich meine Ausgaben am besten voll absichere. Denn wenn ich 1.500 Euro brauche, aber nur 1.000 Euro absichere, dann fehlen mir jeden Monat 500 Euro. Und die muss ich jeden Monat aus meinem Ersparten dazulegen. Wie lange kann das gut gehen?

Also, immer Höhe und Laufzeit perfekt abdecken. Bei dem Leistungsumfang muss ich mich dann eben kompetent beraten lassen, was ich mir leisten will und leisten kann.

Wie hoch sind die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung für LKW Fahrer?

Ein 30-jähriger LKW-Fahrer zahlt für 2.000 Euro Rente bis zum 63. Lebensjahr 200 Euro im Monat. Der Busfahrer auch. Ein 20-Jähriger zahlt knapp 170 Euro im Monat.

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Für die Grundfähigkeitsversicherung der Nürnberger der 20-Jährige knapp 105 Euro bzw. 125 Euro, wenn die psychischen Erkrankungen mitversichert sind. Der 30-Jährige zahlt 144 Euro inkl. psychischer Erkrankungen.

Selbst der 40-Jährige zahlt bis 63 gerade mal 172 Euro inkl. psychischer Erkrankungen.

Ich muss mir also überlegen, ob ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung will, die auch bei Suchterkrankungen zahlt und psychische Erkrankungen besser abgesichert hat, aber 200 Euro im Monat kostet oder ob ich bei Suchterkrankungen keinen Versicherungsschutz habe und ich nur dann meine Rente erhalte, wenn ich aus körperlichen Gründen die Fahrlizenz verliere oder wegen einer psychischen Erkrankung tatsächlich voll erwerbsgemindert bin. Dafür spare ich mir aber jeden Monat 56 Euro.

Am besten lässt du dich mal unabhängig beraten, dann ermitteln wir, welche Ausgaben du wie lange hast. Dann finden wir auch den passenden Schutz für dich. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung Beratung haben wir weitere Produkte, wie die private Unfallversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung und Sterbegeldversicherung im Angebot.

Über den Autor: Philip Wenzel ist ein bundesweit anerkannter Experte für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Er ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen, Versicherungsmakler und Autor eines Fachbuches über die BU-Versicherung. Außerdem schreibt er für diverse Fachmagazine und ist als Speaker bei Versicherungen und Fachtagungen tätig.